Montag 26.10.1998 "...wie die Zeit vergeht"

"...wie die Zeit vergeht"
Die Geschichte der elektronischen Musik.

Karlheinz Stockhausen betrachtete in seinem wichtigen Aufsatz "... wie die Zeit vergeht" in "Reihe III", Wien 1957 Zusammenhänge zwischen den mikro- und makroskopischen Zeitabläufen im Klang und in der Musik. Der Gedanke einer Verschmelzung von Orchester und Komposition wird erstmalig formuliert. Die Zeit wurde hier nicht mehr philosophisch oder psychologisch, sondern detailliert musiktheoretisch abgehandelt. Dies soll auch für diesen Tag gelten. Es werden Vorträge zur Entwicklung der elektronischen Musik aus verschiedenen Sichtweisen zu hören sein, Zeitzeugen stehen für Fragen und Diskussion zur Verfügung. Anhand von Studiokonzepten aus den 50er Jahren werden die wichtigen Werkzeuge der ersten elektronischen Musik aufgezeigt.

10.00 Prof. Hans G. Tillmann und Jörg Stelkens 
"Begrüßung zur KlangForschung 98"
10.30 Hansjörg Wicha (El. -Ing. und Tonmeister, München) 
"Das Siemens-Studio für elektronische Musik München"
12.00 Salvador Dali / Luis Buñuel / Josef Anton Riedel
"un chien andalou"
Stummfilm und elektronische Musik 
12.30  Pause
13.30  Stefan Fricke (Musikwissenschaftler, Köln)
"Klang im unentdecktem Raum: Historische Aspekte der elektonischen Musik"
15.00  Dr. Elena Ungeheuer (Musikwissenschaftlerin, Lehrbeauftragte der Robert - Schumann - Hochschule Düsseldorf) 
"Vom musikalischen Experiment zur experimentellen Musik: Zum Wirken Werner Meyer-Epplers"
16.30  Pause
17.00  Empfang mit elektronischer Musik
 
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