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| Ass. Prof. Dr. Werner Jauk |
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Ass.- Prof. für Systematische Musikwissenschaft, Musiker, Graz Donnerstag 29.10.98, 13.30 Uhr "Kommunizierendes Verhalten und Musikstruktur" Werner Jauk, 1998 © Im Kontext von Kommunikation wird Musik meist als ein kommunikatives System erachtet. Angewandt auf Musik zeigt das Modell Wortsprache die Verschiedenartigkeit von Musik. Die kulturelle Überformung von klanglichen Lauten, die eine Emotion begleiten, läßt möglicherweise die Genese von Musik ahnen und ihr Ausdrucksvermögen als "Sprache der Gefühle" beschreiben. Ein allgemeines Modell nonverbaler Kommunikation als interagierendes Verhalten ist brauchbar, ihr internes Geschehen zu beschreiben. Musik wird nicht nur als ein mögliches kommunikatives System erachtet, das abseits der Wortsprache etwas konnotativ vermittelt. (Mehrstimmige) Musik ist ein System, das Interaktionen repräsentiert und in ihrer Abstraktion "beziehendes Denken" darstellt.
Das Modell der nonverbalen Kommunikation, das nicht nur allein Informationsaustausch impliziert, sondern mit dem Begriff der Interaktion die Gestaltung einer kommunizierenden Einheit beschreibt, wird auf den Prozess der Simulation wie Generierung von Musik angewendet. Was im Free Jazz angelegt und in den interaktiven Künsten elektronisch weitergeführt wurde, wird nun in den sich selbst organisierenden Kommunikationsnetzwerken des www als Paradigma des Prozesses Kunst vollzogen: informelle democratization. Gruppe 01 (Jauk) und liquid space (Jauk/Ranzenbacher), Arbeiten aus grelle musik <--> Intermedia: Science and the electronic arts, sollen diesen theoretischen Rahmen exemplarisch verdeutlichen Kurzbiographie:
Werner Jauk, geb. 1953, Musikwissenschafter/Scientific Artist, Studium der Psychologie/Kybernetik/Musik, Lehrbeauftrager für Experimentelle Ästhetik an der MHS-Graz, Ass.-Prof. für Systematische Musikwissenschaft an der Univ.-Graz mit dem Vorschungsschwerpunkt "Musik und die Neuen Technologien/Medien". Gründer von grelle musik <--> Intermedia: Science and the electronic arts, der Reihe Klang im Intermedium und der GRUPPE 01. Post Graduate-Studies am IRCAM des Centre G. Pompidou in Paris (1991-96), Mitglied der internationalen Jury des Prix Ars Electronica: Computermusik (1992-96). Wiss. Publikationen und congress-lectures in den Bereichen Logik des Auditiven, elektron. und Computer-Musik sowie Neue Medien und Aufführungen/Installationen auf internat. Festivals Neuer Musik; Anerkennungspreis des Prix Ars Electronica in der Sparte"interaktive Kunst". web-sites:
grelle musik http://gewi.kfunigraz.ac.at/grelle.musik/index.html |
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