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Vor etwa einem halben Jahrhundert wurden Hörende zum ersten Mal in der Öffentlichkeit mit dem Phänomen gestaltbarer und verarbeitungsfähiger elektronischer Klänge bekanntgemacht.
Im Jahre 1951 wurde von Herbert Eimert im Kölner Funkhaus das erste Studio für elektronische Musik gegründet. Von Anfang an war diese Kunst- und Musikrichtung interdisziplinär geprägt, setzte sie sich gleichzeitig mit musikalischen und technischen Ansprüchen auseinander. So wurde auch Werner Meyer-Eppler, der Direktor des Bonner Universitätsinstituts für Phonetik und Kommunikationsforschung, zur Studiogründung mit herangezogen. Er entwickelte in seinem Institut eine Reihe von Klangmodellen, führte 1949 den Begriff der elektronischen Musik ein und war somit eine wichtige Person für die Anfänge der elektronischen Musik. Die Affinitäten der phonetischen Wissenschaften zur elektronischen Musik und umgekehrt bestehen heute noch. Beide Disziplinen zeichnet neben der Verwendung ähnlicher technischer Werkzeuge die gleiche kommunikationsästhetische Faszination an einer elektronisch erzeugten Lautsprache aus.
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